Schaleneier

Schaleneier

Man unterscheidet zwischen Schaleneiern und Vollei oder Volleipulver, somit Eiern, die in Produkten verarbeitet werden. Schaleneier sind, wie der Name schon sagt, im ganzen verkaufte Hühnereier, z. B. über den Supermarkt oder Wochenmarkt. Diese unterliegen der Markierungspflicht mit einer KAT-Nummer. In vielen Produkten wie bspw. Backwaren sind aber ebenfalls Eier enthalten. Diese müssen bislang nicht markiert werden und können durchaus auch aus Nicht-EU-Ländern stammen, in denen die in Deutschland mittlerweile verbotene Käfighaltung noch praktiziert wird.

Bodenhaltung

Kurzübersicht über die Haltungsformen:
Kleingruppen = in Käfigen, nur im Stall
Bodenhaltung = keine Beschränkung der Gruppengröße, frei, aber nur im Stall
Freilandhaltung = max. 6.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter)
Bio = max. 3.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter) + weniger Tiere pro Quadratmeter + keine präventiven Antibiotika + Bio-Futter

Als Bodenhaltung bezeichnet man eine von den vier in Deutschland zugelassenen Haltungsformen von Legehennen (Kleingruppen-, Boden-, Freiland- und Bio-Haltung). In Bezug auf das Tierwohl handelt es sich hierbei um die niedrigste Haltungsform, die es üblicherweise im Handel zu kaufen gibt, da die noch niedrigere Form, die Kleingruppenhaltung, nahezu nicht mehr in Supermärkten zu finden ist. Lediglich auf Wochenmärkten findet man selten noch Eier dieser Kategorie.
Bei der Bodenhaltung werden auf einem Quadratmeter Nutzfläche bis zu neun Hühner gehalten. Die Gruppengröße ist nicht beschränkt, wie z. B. bei der Freiland- oder der Bio-Haltung. Der Stall ist permanent geschlossen, die Hühner haben also klassischerweise keinen Auslauf im Freien. Die Tiere sitzen auf bis zu drei Etagen übereinander. Der Boden der Etagen besteht oft aus Gitterplatten oder -rosten, durch die der Kot durchfallen und automatisiert von den Hennen getrennt werden kann. Der Boden des Stalls ist mit Einstreu bedeckt, so dass die Hennen ihrem natürlichen Scharrtrieb nachgehen können. In einem Stallabteil dürfen bei der Bodenhaltung, wie auch bei der Freilandhaltung, maximal 6.000 Tiere gehalten werden.
Im ersten Quartal in 2019 kamen 53,5 % der verkauften Schaleneier aus Bodenhaltung.
Eier dieser Haltungsform erkennt man an der 2 im Eier-Code. (KAT)

Freilandhaltung

Freilandhaltung

Kurzübersicht über die Haltungsformen:
Kleingruppen = in Käfigen, nur im Stall
Bodenhaltung = keine Beschränkung der Gruppengröße, frei, aber nur im Stall
Freilandhaltung = max. 6.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter)
Bio = max. 3.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter) + weniger Tiere pro Quadratmeter + keine präventiven Antibiotika + Bio-Futter

Als Freilandhaltung bezeichnet man eine von den vier in Deutschland zugelassenen Haltungsformen von Legehennen (Kleingruppen-, Boden-, Freiland- und Bio-Haltung). Bei der Freilandhaltung stehen den Tieren sowohl ein Stall als auch ein Auslauf mit Wintergarten zur Verfügung.
Dabei gelten innerhalb des Stalls die Verordnungen, die auch bei der Bodenhaltung Anwendung finden:
– maximal neun Hennen auf einem Quadratmeter nutzbarer Stallfläche (bei mehr-etagiger Nutzung bedeutet dies maximal 18 Hennen pro Quadratmeter Bodenfläche),
– höchstens 6000 Legehennen in einer Gruppe,
– Eiablagenester,
– ausreichend Sitzstangen.

Hinzu kommt bei der Freilandhaltung dann noch ein Auslauf mit
– tagsüber uneingeschränktem Zugang,
– vier Quadratmetern pro Henne,
– ausreichend grünem Bewuchs zur Nährstoffbindung aus dem Hühnerkot und
– einem maximalen Radius von 350 Metern sowie
– Zugang zu einem Wintergarten.

Als Weiterentwicklung der Freilandhaltung gibt es in der Geflügelwirtschaft noch die mobile Freilandhaltung, bei der durch mobile Ställe ein Weiterziehen der Hennen-Gruppe auf eine frische Grünfläche möglich wird. Hierbei handelt es sich allerdings bisher um einen Nischenbereich. Wenn es sich um Eier aus mobiler Stallhaltung handelt, ist auf dem Eierkarton vermerkt.
Im ersten Quartal in 2019 kamen 30,8 % der verkauften Schaleneier aus Freilandhaltung.
Freilandeier werden mit der Ziffer 1 gekennzeichnet. (KAT)

Bio-Haltung

Bio-Haltung

Kurzübersicht über die Haltungsformen:
Kleingruppen = in Käfigen, nur im Stall
Bodenhaltung = keine Beschränkung der Gruppengröße, frei, aber nur im Stall
Freilandhaltung = max. 6.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter)
Bio = max. 3.000 Tiere frei in Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter) + weniger Tiere pro Quadratmeter + keine präventiven Antibiotika + Bio-Futter

Als Bio-Haltung bezeichnet man eine von den vier in Deutschland zugelassenen Haltungsformen von Legehennen (Kleingruppen-, Boden-, Freiland- und Bio-Haltung). Oft findet man auch den synonymen Begriff der Ökologischen Erzeugung. Sie stellt die höchsten Anforderungen an die Legehennenhaltung.
Bei dieser Haltungsform leben nach EU-Bio-Verordnung maximal 3.000 Tiere zusammen in einer Gruppe und maximal sechs Tiere auf einem Quadratmeter. Jedem Tier stehen ebenfalls vier Quadratmeter im Auslauf zu. Die Tiere verbringen mindestens ein Drittel ihrer Lebenszeit im Freien. Dort finden sie begrünte Flächen zum Scharren, sowie Bäume und Sträucher, unter denen sie sich vor Feinden verstecken können. Der Wechsel zwischen Innen- und Außentemperatur fördert ihre Gesundheit. Das Futter stammt aus ökologischem Anbau, wird also ohne Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Gentechnik hergestellt, oft auch in Kreislaufwirtschaft, d. h. in eigenem Anbau. Bei Hennen aus Bio-Haltung darf zudem der Schnabel nicht gekappt werden. Auch der präventive Einsatz von Antibiotika und Hormonen ist hier, anders als bei den konventionellen Haltungsformen, nicht erlaubt.
Schließt sich ein Geflügelhofbesitzer zudem einem Bio-Anbauverband an, können sogar noch schärfere Regelungen gelten, z. B. ein bestimmter Anteil an regionalem Futter etc.
Die Einhaltung der vorgeschriebenen Haltungsbedingungen werden regelmäßig von einer offiziellen Bio-Kontrollstelle überprüft, damit die Eier als Bio-Eier gekennzeichnet werden dürfen.
Im ersten Quartal in 2019 kamen 14,9 % der verkauften Schaleneier aus ökologischer Erzeugung, Tendenz steigend.
Bio-Eier sind mit der Ziffer 0 gekennzeichnet. (KAT)

Bodenhaltung

Als Bodenhaltung bezeichnet man eine von den vier in Deutschland zugelassenen Haltungsformen von Legehennen (Kleingruppen-, Boden-, Freiland- und Bio-Haltung). In Bezug auf das Tierwohl handelt es sich hierbei um die niedrigste Haltungsform, die es üblicherweise im Handel zu kaufen gibt, da die noch niedrigere Form, die Kleingruppenhaltung, nahezu nicht mehr in Supermärkten zu finden ist. Lediglich auf Wochenmärkten findet man selten noch Eier dieser Kategorie.
Bei der Bodenhaltung werden auf einem Quadratmeter Nutzfläche bis zu neun Hühner gehalten. Der Stall ist permanent geschlossen, die Hühner haben also klassischerweise keinen Auslauf im Freien. Die Tiere sitzen auf bis zu drei Etagen übereinander. Der Boden der Etagen besteht oft aus Gitterplatten oder -rosten, durch die der Kot durchfallen und automatisiert von den Hennen getrennt werden kann. Der Boden des Stalls ist mit Einstreu bedeckt, so dass die Hennen ihrem natürlichen Scharrtrieb nachgehen können. In einem Stallabteil dürfen bei der Bodenhaltung, wie auch bei der Freilandhaltung, maximal 6.000 Tiere gehalten werden.
Im ersten Quartal in 2019 kamen 53,5 % der verkauften Schaleneier aus Bodenhaltung.
Eier dieser Haltungsform erkennt man an der 2 im Eier-Code. (KAT)

Kurzübersicht über die Haltungsformen:
Kleingruppen = Stall
Bodenhaltung = Stall
Freilandhaltung = Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter)
Bio = Stall + Wintergarten + Auslauf (mind. 4 Quadratmeter) + weniger Tiere pro Quadratmeter + in der Herde + keine präventiven Antibiotika + Bio-Futter