Vergasen

Vergasen

Männliche Eintagsküken der Legelinie werden aufgrund ihrer vermeintlich fehlenden Wirtschaftlichkeit vielfach mithilfe von Kohlenstoffdioxid (CO2) vergast.

Vielfach wird davon gesprochen, dass die männlichen Küken nach dem Schlupf geschreddert werden. Tatsächlich ist das „Schreddern“ in Deutschland aufgrund des Tierschutzgesetzes nicht mehr erlaubt. Denn das erfordert vor der Tötung eines Wirbeltieres deren Betäubung. Das übliche Verfahren in deutschen Brütereien ist daher das Töten mithilfe von Kohlenstoffdioxid (CO2).

Siehe auch

Spektroskopisches Verfahren

Spektroskopisches Verfahren

Das spektroskopische Verfahren ist eine von mehreren zurzeit in der Entwicklung befindlichen Methoden, die zukünftig das Geschlecht eines Kükens bereits im Ei bestimmen und somit das bisherige massenhafte Töten männlicher Küken am ersten Lebenstag verhindern sollen. Denn nach der Bestimmung des Kükengeschlechtes mithilfe dieser Methode sollen nur noch die Eier weitergebrütet werden, in denen ein weibliches Küken heranwächst.

Beim spektroskopischen Verfahren zur Früherkennung im Ei wird mit Hilfe eines Lasers ein kleines Loch in die Eierschale gebohrt, nachdem das Ei etwa drei Tage lang bebrütet wurde. Durch den Einsatz eines zweiten Lasers wird die Spektroskopie durchgeführt, bei der der Anteil von Nukleinsäure des Embryos ermittelt wird. Nach der Geschlechterbestimmung werden die Eier mit weiblichen Küken weiterbebrütet. 2018 wurde das Verfahren so weiterentwickelt, dass auf das Öffnen der Eierschale verzichtet werden kann.

Masthähnchen

Masthähnchen

Statt ein Tier mit mittlerer Futterverwertung und mittlerer Legeleistung aufzuziehen – so wie es früher der Fall war – haben sich heute zwei verschiedene Zuchtextreme etabliert. Zum einen gibt es die Mastlinie, deren kleine und kräftige Hühner in kurzer Zeit viel (Brust-)Fleisch ansetzen. Zum anderen gibt es die Legelinie, deren eher schlanke und hochgewachsene Hühner sehr effizient Eier legen.

Als Masthühner gelten Hühnerrassen, die speziell für die Fleischgewinnung gezüchtet wurden. Ziel ist eine möglichst gute Futterverwertung (schnelles Wachstum bei wenig Futter) und damit eine schnelle Schlachtung.
Masthennen und Masthähne wiegen als Küken beim Schlupf rund 40 Gramm – und erreichen dann innerhalb von vier bis sechs Wochen circa das 50-fache ihres Anfangsgewichts. Möglich ist dies u.a., weil ihnen das Sättigungsgefühl weggezüchtet wurde.
Da von Verbrauchern besonders das Filetfleisch nachgefragt wird, wurde Masthühnern eine stark ausgeprägte Brust angezüchtet. Sie erreichen bereits nach 30 bis 45 Tagen ihr Schlachtgewicht. Bis zu diesem Alter eigenen sich Huhn und Hahn gleichermaßen zur Mast. Da es weder beim Wachstum noch vom Fleischgeschmack Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

Magnetresonanztomografie

Magnetresonanztomografie

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist eine von mehreren zurzeit in der Entwicklung befindlichen Methoden, die zukünftig das Geschlecht eines Kükens bereits im Ei bestimmen und somit das bisherige massenhafte Töten männlicher Küken am ersten Lebenstag verhindern sollen. Denn nach der Bestimmung des Kükengeschlechtes mithilfe dieser Methode sollen nur noch die Eier weitergebrütet werden, in denen ein weibliches Küken heranwächst.

Konkret funktioniert die Magnetresonanztomografie folgendermaßen: Zunächst werden bestimmte Magnetresonanz-Parameter im Ei noch vor der Inkubation gemessen, um befruchtete und unbefruchtete Eier unterscheiden zu können. Daraufhin analysieren KI-basierte Algorithmen die Tomografiebilder, um die Inhalte der Eier anschließend als männliche oder weibliche Küken zu kategorisieren. Die Geschlechterbestimmung im Ei erfolgt somit kontaktlos und nicht-invasiv. Auf diese Weise wird der Embryo in seiner Entwicklung nicht gestört.

Legehennen

Legehennen

Statt ein Tier mit mittlerer Futterverwertung und mittlerer Legeleistung aufzuziehen – so wie es früher der Fall war – haben sich heute zwei verschiedene Zuchtextreme etabliert. Zum einen gibt es die Mastlinie, deren kleine und kräftige Hühner in kurzer Zeit viel (Brust-)Fleisch ansetzen. Sie sind nach ungefähr 30 bis 45 Tagen schlachtreif. Zum anderen gibt es die Legelinie, deren eher schlanke und hochgewachsene Hühner sehr effizient Eier legen und die eine eher kleine Brust und somit weniger Filet und insgesamt auch weniger Fleisch aufweisen.

Als Legehennen gelten also die weiblichen Hühner, die speziell für eine hohe Eierproduktion gezüchtet wurden. Legehennen in der industriellen Hühnerhaltung können bis zu 300 Eier im Jahr legen. Dazu im Vergleich: Das ursprüngliche Haushuhn legte maximal 20 Eier.